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Karrierekiller

Karriere Schon vor dem Jobeinstieg lauert der erste Karrierekiller: Datenmüll.

Auch wenn es als umstritten gilt, durchforsten mehr und mehr Headhunter das Internet nach "Netz-Leichen" der Aspiranten. Arglos ins Netz gestellte Party- und Urlaubsfotos oder zu offenherzig geäußerte Selbstbe- schreibungen in einer Community können schon vor der Einladung zum persönlichen Gespräch das Aus bedeuten. Je weniger Informationen potentielle Arbeitgeber über Bewerber im Netz finden, desto besser für die Karriere.

Ist der Job "in trockenen Tüchern", bedeutet das noch lange keine erfolgreiche Karriere. Gerade unerfahrene Jobeinsteiger werden besonders kritisch unter die Lupe genommen. Dabei werden kleinere Fehler zwar verziehen - wenn Lehren daraus gezogen werden -, andere Fehler wiederum können echte Karrierekiller sein. Motivation, Selbstbewusstsein und Ehrgeiz werden von Chefs zwar gern gesehen zu viel von allem kann jedoch als Verbissenheit gewertet werden und macht unbeliebt. Jobeinsteiger mit einem perfekten Abschluss neigen oft zu übermotiviertem Handeln und Selbstüberschätzung, wollen andere verbessern und zeigen, was sie können. Ein derartiges Auftreten vermittelt dem Arbeitgeber mangelnde Team- und Kritikfähigkeit. Neulinge im Job sollten sich daher vorerst in Zurückhaltung üben.

In jedem Unternehmen gelten andere Regeln. Für Jobstarter bedeutet dies in den ersten Wochen vor allem, aufmerksam zuzuschauen, zuzuhören und mitzuspielen. Es gilt herauszufinden, wie die Abläufe (Berichtsketten, Meetings etc.) sind, was zum guten Ton gehört und welche Selbstverständlichkeiten herrschen (Bürozeiten, gemeinsame Mittagessen etc.) Niemand ist gezwungen, seine Individualität vollständig an der Büropforte abzugeben, ein gewisses Maß an Assimilation ist jedoch hilfreich. Beharrliche Individualisten und Einzelkämpfer werden aus einem komplexen Organismus wie einem Unternehmen schnell wieder ausgesondert.

Gerade für die/den Neue/n im Job sind gute Kontakte und Mentoren unverzichtbar, wenn ein Aufstieg angestrebt wird. Je mehr Ratgeber und Helfer den Weg nach oben ebnen, desto besser. Umso wichtiger ist es, darauf zu achten, sich in angemessener Form zu revanchieren. Wer nur von anderen profitiert, ohne seinen Dank zu zeigen, kann es sich schnell verscherzen. Frei nach dem Sprichwort: "Sei freundlich zu Leuten, die du auf dem Weg nach oben triffst; Du wirst sie auf dem Weg nach unten wieder treffen."

Ein weiterer Karrierekiller ist Ungeduld. Jobeinsteiger haben kaum Berufserfahrung und können diese auch nicht innerhalb eines Jahres gewinnen. Alles selbst auf einmal und am besten sofort erledigen zu wollen, zeugt nur von Unerfahrenheit und bringt oft mehr Rückschläge als Fortschritte mit sich. Besser ist es, sich besonnen und in aller Ruhe vorerst kleineren Aufgaben zu widmen. Von Projekten, denen Berufsteinsteiger mangels Erfahrung noch nicht gewachsen sein können, sollte zunächst abgesehen werden. Hier ist das Scheitern oftmals vorprogrammiert.

Ungeduld, Undank oder Selbstüberschätzung sowie eine fehlende Zielsetzung können Karrierekiller sein. Jobeinsteiger, die sich in ihre Arbeit stürzen, ohne zu wissen, wohin sie der Weg führt, werden es kaum bis ganz nach oben schaffen. Auch blinder Aktionismus, das gleichzeitige Bearbeiten mehrerer Projekte oder die Unfähigkeit, eine Bitte auszuschlagen, verursachen höchstens Stress. Es gilt daher auszuloten, wo der Weg enden soll. Die Frage "Wo will ich hin?" ist eng verbunden mit "Was kann ich?" und "Was muss ich tun, um mein Ziel zu erreichen?". Wer sein Ziel genau vor Augen hat, der findet auch den Weg dorthin.


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